Lymphologie

Erkrankungen der Lymphgefäße und des Unterhautfettgewebes, wie z. B. ein Lymphödem oder ein Lipödem, können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Ihre frühzeitige Diagnose und korrekte Therapie sind daher für die Betroffenen besonders wichtig. Im Zentrum / Innere Medizin / Fünf Höfe steht Ihnen durch Herrn Dr. med. Gerson Strubel die ausgewiesene ärztliche Expertise zur Verfügung. Im Sinne eines lymphologischen Netzwerkes unterhalten wir vertrauensvolle Kontakte zu den Disziplinen Radiologie, Nuklearmedizin, Dermatologie sowie plastischer Chirurgie und erarbeiten mit spezialisierten Lymphtherapeuten und Sanitätsfachgeschäften ein auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Behandlungskonzept. Eine erfahrene Ernährungsberatung im Zentrum rundet unser lymphologisches Angebot ab.

Background

Lymphödeme entstehen infolge einer Ansammlung eiweißreicher Flüssigkeit im Zwischenzellraum. Verantwortlich hierfür ist eine Schädigung der Lymphbahnen, häufig durch operative Eingriffe und/oder Bestrahlung bei bösartigen Tumorerkrankungen. Neben den Gliedmaßen können auch Genitalien, Rumpf, Bauchwand, Gesicht und Hals betroffen sein. Unbehandelt führt der Eiweißreichtum der Ödemflüssigkeit zu chronischen Entzündungsreaktionen mit vermehrter Bindegewebsbildung (Fibrose) im Unterhautgewebe, die Beeinträchtigungen der Beweglichkeit bedingen können. Mithilfe einer lymphologischen Basisdiagnostik kann bei ausreichender Erfahrung des Untersuchers die Diagnose in der Regel korrekt gestellt werden. Diese wird vervollständigt durch Volumenmessung, Fotodokumentation und Ultraschalluntersuchung. Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ unter Verwendung der Manuellen Lymphdrainage und einer Kompressionstherapie. Ergänzt um eine gymnastische Übungsbehandlung, die Hautpflege und die Patientenschulung bilden sie die Säulen der sogenannten Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE). Operative Verfahren (z. B. Lymphknotentransplantation, Anlage von Kurzschlussverbindungen zwischen Lymphgefäß und Vene) vervollständigen die Therapiemöglichkeiten.

Unter einem Lipödem versteht man eine unproportionale, immer schmerzhafte Vermehrung des Unterhautfettgewebes an Beinen und ggf. auch Armen. Fehlen die Beschwerden, so spricht man von einer „Lipohypertrophie“. Weitere Symptome sind Schwere- und Spannungsgefühl, Schwellungen und Neigung zu Blutergüssen nach Bagatellverletzungen. Die Unterscheidung von der Adipositas durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel ist nicht immer einfach.

Auch bei einem Lipödem ist die lymphologische Basisdiagnostik von ausschlaggebender Bedeutung. Insbesondere zur Beurteilung von Frühstadien bedarf es dabei einer langjährigen lymphologischen Expertise. Eine Ultraschalluntersuchung des Weichteilgewebes sowie eine Volumenbestimmung und eine Fotodokumentation vervollständigen die diagnostischen Maßnahmen.

Die konservative Therapie umfasst, neben einer konsequenten Kompressionstherapie, die Manuelle Lymphdrainage, sportliche Aktivitäten (bevorzugt Wassersport) sowie die Ernährungsberatung. Anzustreben ist auch bei diesem Krankheitsbild ein Normalgewicht. Operativ hat sich die Fettabsaugung (Liposuktion) in Tumeszenz-Lokalanästhesie etabliert, die bei unzureichendem Erfolg des konservativen Vorgehens eingesetzt wird