POST-COVID-SPRECHSTUNDE


Nachsorge & Behandlung von Corona-Spätfolgen

Auch Wochen und Monate nach einer ausgestandenen Covid-19 Infektion fühlen Sie sich noch immer schwach und abgeschlagen. Womöglich leiden Sie auch schon länger unter Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Husten, Brustschmerzen oder gar chronischer Atemnot. Oder Sie haben „lediglich“ bemerkt, dass Ihre persönliche Leistungsfähigkeit nicht mehr das Niveau erreicht, auf dem Sie sich vor Ihrer Corona-Erkrankung bewegt haben? Übrigens ganz gleich, ob mit mildem bis schweren Verlauf oder völlig ohne Symptome.

Dann sind auch Sie womöglich eine(r) von knapp zehn Prozent aller betroffenen Patienten, die unter häufigen Langzeitfolgen und typischen Beschwerden des Post-Covid-Syndroms (auch: Langzeit-Covid oder Long Covid) leiden.

Ist das der Fall, bieten wir Ihnen sehr gerne unsere Hilfe im Zentrum / Innere Medizin / Fünf Höfe an. Im Rahmen unserer speziellen Post-Covid-Privatsprechstunde unterstützt Sie unser interdisziplinäres Expertenteam aus erfahrenen internistischen Fachärzten wie Kardiologen, Endokrinologen, Angiologen, Diabetologen und Ernährungsmedizinern bei der zielgerichteten Nachsorge einer ausgestandenen Covid-Infektion mit auftretenden Spätfolgen – auch bekannt als Covid-Fatigue.

Dazu integrieren wir nicht nur fortlaufend das ständig wachsende Wissen über körperliche wie auch psychische Spät- und Langzeitfolgen bei Covid-19-Patienten in unseren Behandlungspfad. Wir nehmen uns auch besonders viel Zeit für Ihre individuellen Erfahrungen, Ängste und Beschwerden in Bezug auf Ihre zwar überstandene, aber noch nicht gänzlich ausgeheilte Covid-19-Erkrankung.

Im Herzen von München vereinen wir modernste Diagnose- und Behandlungsmethoden mit dem breiten Kompetenzspektrum einer renommierten Praxisgemeinschaft ausgewiesener internistischer Fachexperten. Wussten Sie beispielsweise, dass sich das Coronavirus SARS-CoV2 passenden Empfängerstellen auf menschlichen Zellen bedient, die wichtig für einen gesunden Stoffwechsel sind? Was folgt sind (häufig) Entzündungen und Schädigungen in der Lunge, im Herzen, in der Niere, im Magen-Darm-Trakt, in den Gefäßen und auch in Zellen der Drüsen, die Hormone produzieren.

Unter der Leitung von Dr. Simone Riedle bieten wir im Zentrum / Innere Medizin / Fünf Höfe deshalb eine individualisierte medizinische Post-Covid-Betreuung an, die sich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft richtet.

Bitte beachten Sie: Wir empfehlen eine Anmeldung zur Post-Covid-Nachsorge frühestens sechs Wochen nach dem positiven PCR-Testergebnis. (Bitte bringen Sie den PCR-Befund mit!)

Mögliche Folgen einer Covid-19-Erkrankung
  • Allgemeinbefinden: Eingeschränkte Belastbarkeit, langanhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Herz: Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche/ Herzmuskelentzündung, erhöhte/entgleiste Blutdruckwerte
  • Stoffwechsel: Erstmanifestation eines Diabetes (Typ 1 und 2) oder vorbekannter Diabetes mit Blutzuckerentgleisung sowie Stoffwechsel- und Hormonstörungen
  • Lunge: Belastungsluftnot, anhaltender Husten
  • Gefäße: Thrombosen und Schädigung der arteriellen Gefäße mit Durchblutungstörungen
  • Magen-Darm-Trakt: Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen

Diagnostik & Behandlung von Long Covid
  • Allgemeinbefinden: Internistisch-kardiologische Untersuchungen, Labor inkl. COVID-19 Antikörpertestung, Infusionstherapie bei Mangelerscheinungen
  • Herz: EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Echokardiographie, ggf. Stressechokardiographie und sportkardiologische Beratung (inkl. Laktatergometrie und Trainingsplanung)
  • Stoffwechsel: Erkennung eines neu-aufgetretenen Diabetes/ Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen; Therapieoptimierung bestehender Erkrankungen sowie fachgerechte Schulung
  • Lunge: Lungenfunktionstestung
  • Gefäße: Duplexsonographischer Gefäßstatus der Arterien und Beinvenen
  • Magen-Darm-Trakt: Spezifische Laboruntersuchungen, Abdomensonographie ggf. Magen-Darmspiegelung

Terminabsprache über:

+49 (0)89 / 44 388 92 00 | kontakt@zim-fuenf-hoefe.de

Online-Terminvereinbarung

DR. SIMONE RIEDLE
INTERNISTIN,
ERNÄHRUNGSMEDIZINERIN

mehr Informationen: Dr. Simone Riedle

WICHTIG! Bei akuten Symptomen wie Fieber, Husten oder dem Verdacht auf eine frische Corona-Infektion, bitten wir Sie, NICHT in die Praxis zu kommen. Selbstverständlich werden wir Ihnen dann telefonisch weiterhelfen, die nötigen Schritte zu organisieren.
Background

Häufige Fragen zum Post-Covid-Syndrom

Ich habe eine Corona-Infektion überstanden. Wie geht es jetzt weiter?

Die meisten Patienten erholen sich gut von einer Infektion mit dem Coronavirus, bei einigen kommt es im Anschluss zu den genannten Spätfolgen. Ob nach einer ausgeheilten Infektion Immunität besteht, lässt sich dabei noch nicht konkret feststellen. Allgemein geht man davon aus, dass Erkrankte aber immerhin zeitweise immun gegenüber einer Neuansteckung sind.

Eine zweite Ansteckung (Reinfektion) ist somit zwar möglich, die Wahrscheinlichkeit in der Regel aber gering. Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sind daher weiterhin sinnvoll, ebenfalls das Einhalten bewährter Hygiene-Regeln wie Händewaschen oder Abstand halten.

Welche Symptome können auf eine Erkrankung an Langzeit-Covid hindeuten?

Etwa 10 Prozent aller von Corona betroffenen Patienten berichten auch noch Monate nach der eigentlichen Genesung von unterschiedlichen Symptomen wie Schlafstörungen, chronischer Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit und leiden auch beruflich und privat an eingeschränkter Leistungsfähigkeit (Corona-Fatigue). Zu den Symptomen der Corona-Langzeitfolgen können ebenso Depressionen, Schmerzen in der Brust, Muskelbeschwerden und neurologische Probleme wie Kopfschmerzen oder der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns gehören.

Anhaltende Beschwerden nach einer Covid-Erkrankung betreffen teilweise auch bemerkbare Veränderungen an der Lunge wie Kurzatmigkeit. Zudem ist bekannt, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 das Herz-Kreislaufsystem über einen längeren Zeitraum in Mitleidenschaft ziehen kann, selbst wenn der Betroffene längst wieder von der eigentlichen Krankheit genesen ist. Über bleibende Folgeschäden klagen dabei nicht nur stationär behandelte Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf, sondern teils auch Erkrankte mit leichtem bzw. mildem Verlauf. Die Ausprägung (nachgewiesener) Long-Covid-Symptome kann daher ein dringliches Problem für diese Patienten sein. Da das Virus neu ist, gibt es über Corona-Spätfolgen bisher kaum systematische Langzeitstudien oder langfristige Erfahrungswerte.

Was können Corona-Patienten tun, die unter Spät- und Langzeitfolgen leiden?

Besonders ein Erschöpfungszustand (Fatigue) kann die Lebensqualität stark einschränken. Halten einige der genannten Symptome über mehrere Wochen an, sollten Sie sich daher an Anlaufstellen wie Ihren Hausarzt, eine Selbsthilfegruppe oder eine spezielle Post-Corona-Sprechstunde wie der unseren wenden. Das gilt besonders, wenn Sie weiter andauernde und auffällige Auswirkungen wie den Verlust Ihres Geschmacks- respektive Geruchssinns oder Probleme mit der Konzentration verspüren. Ärztlicher Rat kann in diesem Fall hilfreich sein. Das liegt auch daran, dass die wahrgenommenen Long-Covid-Symptome vielfältig bis unspezifisch sein können und klar zugeordnet werden sollten.

Fühlen Sie sich mehrere Wochen nach einer Covid-19-Diagnose weiterhin schlapp, abgeschlagen oder vermuten andere mögliche Folgeschäden, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in unserer (privatärztlichen) Sprechstunde. Wir untersuchen und behandeln Sie in unserer Post-Covid-Sprechstunde gerne in Hinblick auf mögliche Corona-Folgen. Unsere Praxisgemeinschaft ist dabei nicht nur fachlich, sondern auch technisch exzellent aufgestellt, was eine breite internistische Diagnostik zulässt.

Warum entwickeln manche Corona-Patienten anhaltende Langzeit-Symptome?

Weshalb manche Patienten von den postviralen Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung betroffen sind, andere aber nicht, ist bisher unklar. Ursachen hierfür sind aktuell noch nicht abschließend geklärt. Eine Möglichkeit ist, dass das Immunsystem der Betroffenen Schwierigkeiten hat, die Abwehrreaktion des Körpers zu beenden. Zudem geht man davon aus, dass eine Erkrankung den gesamten Körper in Mitleidenschaft zieht. Also unterschiedlichste Organe wie das Gehirn, das Herz, den Magen-Darm-Trakt, aber eben auch das Lungengewebe, das Nervensystem oder die Blutgefäße, betrifft.

Auffällig ist, dass nicht nur Risikogruppen von den besonders hartnäckigen, gesundheitlichen Schäden betroffen sind – so scheint es zumindest aktuell: Unter Langzeitsymptomen leiden Männer seltener als Frauen, ebenfalls sind eher jüngere bis mittelalte Patienten stärker gefährdet. Dies könnte durch ein aktiveres Immunsystem ausgelöst werden.

Sind Long-Covid bzw. das Post-Covid-Syndrom überhaupt behandelbar?

Die Betreuung und Behandlung von Post-Covid-Patienten erfordert nicht nur Erfahrung, sondern in der Regel auch einen interdisziplinären Ansatz. Gerade da die Spätsymptome unspezifisch und nur schwer zu beurteilen sind, ist ärztlicher Rat häufig sinnvoll. So können Corona-Spätfolgen effektiv beurteilt, beobachtet und behandelt werden: Beeinträchtigungen an Herz-Kreislauf-System sind am besten mit einem/r Kardiolog*in zu besprechen, mögliche Auswirkungen auf die Gefäße bei einem/r Angiolog*in. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes untersucht die Gastroenterologie. Atemprobleme und Störungen der Lungenfunktion können etwa durch einen Medical Check-Up geklärt werden. Auswirkungen auf den Stoffwechsel oder daraus resultierende hormonelle Ungleichgewichte fallen in den Bereich von Endokrinologie und/oder Diabetologie.

Unsere Experten arbeiten dabei Hand in Hand und unterschätzen auch nicht die psychologischen Auswirkung einer Long-Covid-Erkrankung. Eine umfassende Post-Covid-Behandlung kann dazu betragen, dass sich die Folgeschäden zurückbilden.

Wie findet die Post-Covid-Sprechstunde statt (digital oder vor Ort)?

Ein Besuch unserer Sprechstunde ist sowas digital als auch vor Ort in München möglich. Sollten Sie jedoch unter akuten Beschwerden wie Husten, Fieber, Geruchsverlust oder ähnlichem leiden, bitten wir Sie, sich unbedingt telefonisch an uns zu wenden. In diesem Fall können alle weiteren Schritte besprochen und eingeleitet werden, die in Zusammenhang mit Ihrer Therapie stehen.